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Die spannende Vergangenheit

21. Dezember 2012

Von meinen Hobby habe ich noch gar nicht erzählt. Durch die Tagebücher bin ich darauf gekommen. Ich finde es spannend, mich mit den vergangenen Zeiten zu beschäftigen. Wie die Leute gelebt haben, was sie gedacht haben, wie ihre Probleme waren, das interessiert mich. Ich habe das Gefühl, das hat sich über die Jahrzehnte nicht wirklich viel geändert. Geld, Familie, Liebesbeziehungen, Kinder, das war vor hundert Jahren Thema, und jetzt ist es das immer noch. Wie auch immer, deshalb habe ich mich gefragt, wie das so in meiner Familie war. Die Geschichte von meinen Eltern kenne ich natürlich, und die von meinen Großeltern auch noch. Aber was war denn davor, wo war Familie Banse vor hundert Jahren? Ja, das wollte ich wissen, deswegen habe ich angefangen mit Stammbäumen mich auseinander zu setzen. Ich bin noch nicht wirklich weit gekommen, aber wenn es irgendwelche Ergebnisse gibt, dann werte ich die hier mitteilen.

Mein anderes Hobby ist für mich wie Meditation. Ich habe ein Aquarium, das steht bei mir im Wohnzimmer, was ja auch gleichzeitig Arbeitszimmer ist. Immer wenn ich nicht mehr auf den Computer gucken kann, dann drehe ich mich um und schaue den Fischen zu, wie sie so schön planlos und sinnlos durch die Gegend schwimmen. Hin und her, hin und her. Ich habe noch, noch ein bisschen mehr Zubehör für das Hobby finden, also neben den ganzen Pflanzen gibt es ja auch noch ganz viele andere Sachen, die man in ein Aquarium stellen kann. Kleine Burgen oder Höhlen oder Spielzeug. Dann können meine Fische sich auch ein bisschen geschichtsträchtig fühlen, wie ich mit meiner Stammbaumsache, wenn sie so durch ihre Burg schwimmen. Ein Schiffswrack wäre auch toll, danach werde ich mal Ausschau halten.

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Die bessere Welt Internet

17. Dezember 2012

Gut,m ich gebe zu, in meinem letzten Post bin ich nicht gerade als fröhlicher Sonnenschein rübergekommen, ich habe ihn gerade noch einmal gelesen. Aber ich will hier ja auch keine falschen Illusionen aufkommen lassen. Seit den letzten Monaten bin ich das nun mal einfach nicht. Davor war eigentlich alles in ordnung. Habe ich zumindest gedacht. Dass meine Frau mich schon Seite in paar Monaten mit einem Bekannten von uns betrogen hat, wusste ich da ja noch nicht. Auch nicht, dass sie mich verlassen wird, und auch nicht, dass ich meine kleine Tochter Rosi deswegen kaum noch zu Gesicht bekommen werde. Jetzt sitze ich hier, in meiner kleinen 2-Zimmerwohnung, das Haus hat sie behalten. Ich zwinge mich, einmal im Monat anzurufen, um zu fragen wie es Rosi geht,.Ich denke natürlich viel öfter an sie, aber der Moment des Anrufens, in dem ich mir ausmale, wie das Telefon durch das Haus schellt, das was ich selbst renoviert und ausgebaut haben, und dann diese Männerstimme drangeht, das kann ich nicht oft vertragen,das ist ja verständlich.

Den Kontakt zu unseren Freunden habe ich auch abgebrochen. Ich kann die mitleidigen Blicke nicht ertragen, ich will das nicht sehen. Ich habe mir neue Freunde gesucht. Im Internet zumindest. Da habe ich eine riesige Menge davon, und ich bin eigentlich den ganzen Tag im Chat online. Da wird man einfach mal so gefragt, wie es eine, geht, einfach so, von jemandem den man noch nie gesehen hat. Das Internet ist eine bessere Welt. Nicht so viele Enttäuschungen wie im wahren Leben. Gestern habe ich Post bekommen, meine Exfrau möchte dass ihr neuer mein Kind adoptieren darf. Dann müsste ich keinen Unterhalt mehr bezahlen, das wäre doch toll für mich, hat sie geschrieben. Bitte was? Susanne, die ich aus demChat kenne, der habe ich das gleich erzählt, und sie hat auch gesagt, dass das ja wohl das allerletzte sei. Da mache ich nicht mit, so leicht wird sie mich nicht los. Rosi ist ja noch zu klein um das alles zu verstehen, zum Glück. So ich muss los, gleich endet ne Auktion von einem Tagebuch, das will ich unbedingt haben.

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Jeden Tag aufs Neue

10. Dezember 2012

Heute ist wieder einer dieser Tage, an denen ich mir wünsche, doch nie aufgestanden zu sein. Seit heute morgen geht alles schief. Ich bin aufgestanden, Kaffee gekocht, Milch alle. Das geht ja gut los, hab ich mir da schon gedacht, zehn Minuten nach dem Aufstehen. Ich bin dann losgezogen, ich brauche meinen Kaffee, und ich brauche einen Schluck Milch dafür. Im Supermarkt war wieder diese junge hübsche Kassiererin da. Anfang 20, bildhübsch, ich frage mich immer noch was sie da wohl macht. Ich glaube ja, das kann nicht echt sein, das ist bestimmt eine Studentin, die so ein soziales Experiment macht, irgendwie Studien zu den Arbeitsbedingungen oder so. Oder Gruppendynamik, oder was weiß ich was es alles gibt. Wie auch immer, ich kenne mich da nicht so aus. Normalerweise hat sie immer ein Lächeln für mich übrig. Das ist schön, und das ist auch oft der einzige zwischenmenschliche Kontakt, jedenfalls von Angesicht zu Angesicht, den ich so habe am Tag, Ich bin nicht viel unter Menschen in der letzten Zeit, ich habe irgendwie das Gefühl, nicht wirklich dazuzugehören.

Ich bin dann mit meiner Milchtüte wieder nach Hause gegangen und habe mich wie jeden Tag an den Schreibtisch gesetzt. Eigentlich müsste ich auch mal wieder aufräumen bei mir, aber es kommt mich ja eh niemand besuchen. Dann ging de Tag weiter mit gleich fünf Artikeln, die bei ebay niemand haben wollte. Das ist ja mein Job, ich verkaufe hauptberuflich Artikel bei ebay. Bücher, Schallplatten, in letzter Zeit floriert das Geschäft mit alten Tagebüchern. Die finden die Leute bei sich im Keller oder auf dem Dachboden und können nichts damit anfangen. Dabei sind das oft ungeheure Schätze, wenn man die Handschrift einmal entziffert hat. Ein paar Stunden habe ich gearbeitet, dann habe ich mir beim Kaffee kochen ein dickes Schneidebrett auf den Fuß fallen lassen. Jetzt habe ich Schmerzen und wünschte dieser tag wäre nie passiert.

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Support

5. November 2012

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